Johanna Quaas weltberühmt

Generationen von Turnerinnen und Turnern verdanken ihr die ersten Schritte im Gerätturnen bis hin zur höchsten Meisterschaft. Sie ist auch ein anschauliches Beispiel dafür, dass Turnen und Sport das beste Mittel gegen das Altern sind. Johanna Geißler wurde 1925 in Hohenmölsen geboren, und schon 1934 bestritt sie ihren ersten Wettkampf. Nach Schulzeit, Pflichtjahr und Arbeitsdienst schloss sie 1945 eine Sportlehrerausbildung in Stuttgart ab. Aber sie erhielt nach dem Umzug nach Weißenfels keine Anstellung, weil in dieser Zeit das Turnen verboten war. Handball aber durfte gespielt werden. Deshalb widmete sie sich zunächst dem Handball. Als dann seit 1947 wieder geturnt werden durfte, entdeckte Johanna ihre große Liebe zu dieser Sportart, der sie ein Leben lang treu bleiben sollte. Ab 1950 nochmals Studium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Staatsexamen und Einstellung als Lehrkraft am Institut für Körpererziehung. Dort bildete sie Generationen von Sportlehrern aus und war Mitautorin des Hochschul-Lehrbuches „Gerätturnen“. Sie turnte in diesen Jahren sehr erfolgreich in der HSG Wissenschaft und später im SC Wissenschaft Halle. 1961 wurde sie Turntrainerin im SC Chemie Halle; später war sie dann als Berufsschullehrerin tätig. Ab 1982 wandte sie sich wieder dem aktiven Turnen zu und war außerordentlich erfolgreich: 1983 wurde sie DDR-Meisterin beim Deutschen Turn- und Sportfest der DDR in Leipzig, sie war Siegerin bei allen Deutschen Turnfesten seit 1990 und auch bei den Friedrich-Ludwig-Jahn-Turnfesten in Freyburg an der Unstrut sowie bei anderen Altersklassen-Meisterschaften. In Zeitschriften und im Deutschen Fernsehen wurde die außergewöhnliche Turnkarriere von Hannchen Quaas mehrmals anerkennend gewürdigt. Kürzlich berichtete auch die chinesische Sportpresse über die "Grande Dame" des Turnens.
J. Leirich (nach Informationen von E. Herholz, www.Gymmedia.de)

Ihre Turnkünste kann man auch unter: www.youtube.com bewundern:

Barren 

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