Turn-WM in Rotterdam

DTB-Männer mit Problemen
Die deutschen Turner haben zum Auftakt der Turn-WM in Rotterdam (NED) eine schwierige Qualifikation bestritten. Mit 235,928 Punkten platzierte sich das Quintett von Cheftrainer Jens Milbradt auf Rang 15 und war damit deutlich von dem erhofften Teamfinale entfernt. Zahlreiche Fehler am Boden machten eine bessere Platzierung zunichte.
Einen kleinen Lichtblick stellte Timo Eder dar, der mit 78,465 Punkten und einem nationenbereinigten 23. Rang das Mehrkampffinale erreichte. „Ich glaube, wir hatten mit Barren einen guten Start. Wir hatten dann am Reck einen ersten Rückschlag. Radomyr Stelmakh konnte seine Übung nicht wie geplant turnen. Dann kam mit Boden der absolute Knackpunkt: Wenn nicht eine gute Bodenübung bei uns läuft und die beste Wertung 12,0 ist, dann hat man keine Chance mehr. Man muss sagen, dass sich die Jungs danach über Pferd, Sprung und Ringe gut wieder reingekämpft haben, aber das reicht natürlich nicht, um in den Bereich zu kommen, den wir uns vorstellen“, erklärte Milbradt.
Am Barren hatte Glenn Trebing den Einstieg für die DTB-Riege absolviert. Solide 13,466 Punkte erzielte der Niedersachse, Teamkollege Eder sicherte 13,800 und Radomyr Stelmakh gute 14,300 Punkte. Leider musste Schlussturner Nils Dunkel vom Gerät absteigen und stellte mit 11,900 Punkten den Streichwert des Teams dar. 41,566 Punkte standen nach dem ersten Gerät für das Turn-Team Deutschland zu Buche.
Am Reck startete Lucas Kochan mit 13,066 Punkten und Eder war für 13,200 Punkte gut. Stelmakh kam beim Adler leider in den Rückschwung und musste sich mit 12,366 Zählern zufriedengeben. Schlussmann am Königsgerät war Glenn Trebing mit 13,200 Punkten. 81,032 Punkte für das Team D zu diesem Zeitpunkt.
Leider sorgte nach diesem passablen Auftakt der beschriebene Bodendurchgang dafür, dass die Chance auf den Einzug in das mögliche Teamfinale vertan war. Fehler bzw. Stürze in allen Darbietungen führten zu einem Teamwert von nur 35,465 Punkten, Nils Dunkel stellte mit 12,066 Punkten den Bestwert dar
.Ausgerechnet das als schwierig bekannte Pauschenpferd ließ das DTB-Quintett wieder zurück in die Spur kommen. Mit 13,066 (Trebing), 13,566 (Eder), 13,800 (Dunkel) sowie 13,200 Punkten (Stelmakh) lieferten alle deutschen Starter ordentliche Wertungen ab und waren nahezu fehlerfrei geblieben.
An den Ringen hatte Timo Eder mit 12,366 Punkten vorgelegt, Dunkel zog mit 12,633 nach, Stelmakh und Trebing kamen auf 12,733 sowie 12,833 Zähler. Größere Fehler gab es dabei nicht zu verzeichnen, ebenso wenig wie am Schlussgerät Sprung. Hier kam das Team auf 40,699 Punkte, was ebenfalls einen ordentlichen Wert darstellt. Ein besseres Teamresultat konnte dieser jedoch nicht mehr bewirken.
Das Team war mit Timo Eder (MTV Ludwigsburg), Radomyr Stelmakh (SC Cottbus), Glenn Trebing (TK Hannover), Lucas Kochan (SC Cottbus) und Nils Dunkel (SV Halle) ins Rennen gegangen. Alexander Kunz (TSV Pfuhl) ist als Ersatzathlet in Rotterdam dabei.
Rotterdam markiert für die Männer und Frauen zudem den Auftakt in die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles. Die ersten drei Mannschaften können sich in den Niederlanden jeweils mit einem Quotenplatz qualifizieren. Alle Infos zu den Olympischen Spielen gibt es hier.
Der weitere Zeitplan:
Sonntag, 18.10.2026
16:00 bis 21:00 Uhr: Qualifikation Frauen (Subdivision 1 von 16:00 bis 17:20 Uhr mit deutscher Beteiligung)
Montag, 19.10.2026
09:30 bis 22:30 Uhr: Qualifikation Frauen
Dienstag, 20.10.2026
19:30 bis 22:30 Uhr: Teamfinale Männer
Mittwoch, 21.10.2026
19:30 bis 22:00 Uhr: Teamfinale Frauen
Donnerstag, 22.10.2026
19:30 bis 22:00 Uhr: Mehrkampffinale Männer
Freitag, 23.10.2026
19:30 bis 22:00 Uhr: Mehrkampffinale Frauen
Samstag, 24.10.2026
14:00 bis 18:00 Uhr: Gerätfinals I
Sonntag, 25.10.2026
14:00 bis 18:00 Uhr: Gerätfinals II




