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Dauser schon fest für Turn-WM nominiert

Unterhachinger gewinnt in Kienbaum erste Qualifikation für Liverpool

Lukas Dauser
Lukas Dauser | Bildquelle: picturealliance

Karina Schönmaier (Blau-Weiss Buchholz) bei den Frauen und Lukas Dauser (TSV Unterhaching) bei den Männern haben die ersten Qualfikationen für die Turn-Weltmeisterschaften vom 29. Oktober bis 6. November in Liverpool für sich entschieden. Während die Turnerinnen ihren Leistungstest beim DTL-Wettkampf am Samstag in Ketsch absolvierten, mussten ihre Kollegen gleichzeitig im Bundesleistungszentrum Kienbaum an die Geräte gehen. Die zweite und entscheidende Überprüfung steht für beide Felder am 15. Oktober in Rüsselsheim an.


Der Olympiazweite Dauser zeigte bei den Männern als Einziger einen stabilen Sechskampf und kam damit auf 82,55 Punkte. Dafür wurde der 29-Jährige vorzeitig mit einem WM-Ticket belohnt.


Die Plätze zwei und drei belegten Europameisterschaftsteilnehmer Lucas Kochan (SC Cottbus/76,80), der am Pauschenpferd und am Sprung patzte, und Milan Hosseini (TG Böckingen/76,65). Der Hannoveraner Andreas Toba, 2021 EM-Zweiter am Reck, hatte wegen Achillessehnenproblemen in Absprache mit Bundestrainer Valeri Belenki auf zwei Geräte verzichtet. Nils Dunkel (SV Halle) erwischte einen schwarzen Tag und musste unter anderm am Pauschenpferd, wo er bei den European Championships in München Bronze gewonnen hatte, zweimal absteigen. Glenn Trebing trat krankheitsbedingt nicht zum Wettkampf an. Dennoch gilt der Hannoveraner wie alle anderen EM-Teilnehmer weiterhin als hoffnungsvoller Kandidat für den Flug nach England.


"Wir haben noch ein bisschen Zeit", sagte Belenki. "Aber auch noch einiges an Arbeit." Beim finalen Test in Hessen dürfen sich neben dem EM-Quintett von München auch Hosseini, Leonard Prügel, Tom Schultze (beide SC Cottbus), Pascal Brendel (SGK Bad Homburg) und Nick Klessing (SV Halle) noch einmal den Kampfrichtern zeigen.


Schäfer als einzige EM-Teilnehmerin am Start


Bei den Frauen trat vom EM-Bronzeteam nur Pauline Schäfer (KTV Chemnitz) zum Test an; die WM-Zweite am Schwebebalken ließ allerdings einen Start am Stufenbarren aus. Die Europameisterin an diesem Gerät, Elisabeth Seitz (MTV Stuttgart), musste krankheitsbedingt passen. Sarah Voss (TZ DSHS Köln) hatte sich mit Wadenproblemen schon vorzeitig für die WM abgemeldet. Emma Malewski (TuS Chemnitz-Altendorf) zog sich in der vergangenen Woche eine Verletzung am Zeh zu, sodass die EM-Goldmedaillengewinnerin am Schwebebalken diesmal auch nicht dabei war.


Zu den "paar guten Dingen", die Bundestrainer Gerben Wiersma gesehen hatte, gehörte der Auftritt von Karina Schönmaier, die bei ihrem Vierkampf auf 51,35 Punkte kam und sich damit in den engeren Kandidatinnenkreis für die WM schob. Lea Marie Quaas (TuS Chemnitz-Altendorf/49,50) und Anna-Lena König (KRK Karlsruhe/48,25) konnten teilweise überzeugen. Bis zu zehn Turnerinnen will der verantwortliche Coach nach Rüsselsheim einladen.


"Das wird eine Big Challenge", sagte Wiersma mit Blick auf die Aufstellung des WM-Teams. Der Niederländer hofft, dabei wieder auf Seitz und Malewski zurückgreifen zu können. Man werde aber nichts riskieren. "Das nächste Jahr ist wichtiger", betonte Wiersma. Dann sollen die Deutschen das Ticket für die Olympischen Spiele 2024 in Paris lösen.



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