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Gold im Mixed Cup

  • Autorenbild: LTV/S-A
    LTV/S-A
  • vor 2 Stunden
  • 7 Min. Lesezeit
Gold im Mixed Cup / Foto: Tom Weller
Gold im Mixed Cup / Foto: Tom Weller

Nervenstarkes deutsches Team gewinnt Mixed Cup vor der Schweiz


Für das absolute Highlight sorgten am Samstagabend (21.03.2026) die deutschen Turnerinnen und Turner mit ihrem Sieg beim Mixed Cup. In einem bis zum Ende spannenden Goldfinale setze sich das Turn-Team mit Karina Schönmaier (TuS Chemnitz-Altendorf), Lea Quaas (TuS Chemnitz-Altendorf), Silja Stöhr (SG Heddesheim), Nils Dunkel (SV Halle), Timo Eder (MTV Ludwigsburg) und Alexander Kunz (TuS Pfuhl) mit einer Wertung von 54,100 Punkten gegen die Schweizer (53,800 Punkte) durch. 

Den holprigen Auftakt der Männer am Boden, bei dem Alexander Kunz drei grobe Fehler unterliefen (11, 850 Punkte) und auch Timo Eder in der ersten Bahn bei seinem Doppelsalto vorwärts stürzte (12,300 Punkte), glichen die Frauen mit zwei guten Sprüngen aus. Hierbei überzeugte in erster Linie Sprungspezialistin Karina Schönmaier mit ihrem Yurchenko Doppelschraube, für den sie eine Wertung von 14,150 erhielt. Am Stufenbarren lieferten die Frauen erneut eine gute Leistung ab. Karina Schönmaier (13,200) und Lea Quaas (13,350) turnten zwei sehr saubere Übungen in den perfekten Stand. Gleiches galt für die beiden Männer am Pauschenpferd, wo Timo Eder 13,500 Punkte und Nils Dunkel 13,900 Punkte in die Teamwertung einbrachten. Alexander Kunz zimmerte, wie Schönmaier und Quaas zuvor am Stufenbarren, seinen Reckabgang ebenfalls genau in den Stand und sicherte der Mannschaft damit 13,400 Punkte. Auch Timo Eder zeigte eine saubere Übung am Reck und erhielt eine Wertung von 13,350 Punkten. Am Boden war am heutigen Tage auch bei den Frauen der Wurm drin. Schönmaier hatte in ihrer ersten Bahn zu viel Schwung, sodass sie die raustreten musste (12,700 Punkte). Stöhr musste bei ihrer letzten Akrobahn einen Sturz in Kauf nehmen. 


Nils Dunkel am Pauschenpferd / Foto: Tom Weller
Nils Dunkel am Pauschenpferd / Foto: Tom Weller

Goldfinale gegen die Schweiz


Doch auch die Konkurrenz blieb nicht fehlerfrei, sodass die Fehler für das Turn-Team keine Konsequenzen hatten. Mit 156,700 Punkten zog das deutsche Mixed-Team an Position eins souverän in das Finale um Gold gegen die Schweiz (156,350 Punkte) ein. Das Schweizer Team legte im Finale mit den Frauen am Sprung und den Männern am Barren vor. Von der insgesamt sehr guten Leistung der Nachbarn ließen sich die deutschen Athletinnen am Schwebebalken und die Athleten am Sprung nicht aus der Ruhe bringen. Zwei saubere Sprünge von Timo Eder und Alexander Kunz sowie zwei starke Übungen von Silja Stöhr und Lea Quaas sicherten dem deutschen Mixed Team mit einer Gesamtwertung von 54,100 hauchdünn den Sieg vor den Schweizern mit 53,800 Punkten. „Wir haben ein tolles Ergebnis erzielt“, sagte Lea Quaas nach der Siegerehrung. „Mit meiner Leistung an den beiden Geräten bin ich auch sehr zufrieden und freue mich, dem Team so geholfen zu haben.“ 


Gold für Timo Eder, Silber für Janoah Müller und insgesamt fünf deutsche Medaillen


Zum Auftakt des letzten Wettkampftages (22.03.2026) beim DTB Pokal brachte Timo Eder (MTV Ludwigsburg) am Boden die Porsche-Arena mit dem Gewinn der Goldmedaille direkt zum Jubeln. Mit seiner neuen Bodenübung kam der Lokalmatador auf 13,800 Punkten und überzeugte mit einer sauberen Leistung. Den Brasilianer Vitaliy Guimaraes verwies er auf den Silberrang mit 13,633 Zählern. Bronze ging an den Japaner Nao Ojima (13,400 Punkte). Im Finale am Schwebebalken gewann Janoah Müller (TSG Haßloch) die Silbermedaille mit einer Wertung von 12,833. Dabei kam sie sehr sicher durch ihre Übung, die sie mit dem schwierigen Doppelsalto als Abgang beendete. Dass sie vor dem Wettkampf mit ihrer Nervosität zu kämpfen hatte, merkte man der Schülerin, die bald ihre Abiturprüfungen schreibt, nicht an. „Ich war vor dem Finale schon sehr nervös. Oben bleiben war da die halbe Miete. Dann hieß es abwarten und jetzt bin ich einfach unglaublich glücklich über das Ergebnis“, sagte die 18-Jährige nach dem Wettkampf. 


Zum Abschluss der Gerätfinals gewann Maha Feniuk (SSV Ulm 1846) auch eine Medaille am Schwebebalken. Ihre elegante Übung schloss die Juniorin mit einer einfachen Schraube im Abgang in den sicheren Stand ab. Mit 12,766 Punkten gewann sie Bronze und musste sich nur der Japanerin Kanon Nakashima (12,833 Zähler) und der Chinesin Xinyu He (13,400 Punkte) geschlagen geben. Zuvor steigerte sich die in Stuttgart trainierende Juniorin Elizaveta Kharitonova (TV Wetzgau) im Stufenbarrenfinale nochmal um vier Zehntel und gewann die Bronzemedaille (12,800 Punkte). Dabei kam sie im Gegensatz zur Qualifikation dieses Mal ohne Sturz durch ihre sehr sauber geturnte Darbietung, die sie mit dem Abgang in den perfekten Stand abrundete. Lediglich die Japanerin Kanon Nakashima (13,933 Punkte) und die Chinesin Yina Yiang (12,933 Punkte) reihten sich vor ihr ein.


Ebenfalls eine Medaille gewann die 14-jährige Luna Zimmermann (KTG Heidelberg) am Sprung. Ihre zwei sauber geturnten Yurchenko-Sprünge brachten ihr kumuliert 13,149 Punkte ein. Damit sicherte sich die Schülerin die Silbermedaille hinter der Japanerin Hikari Iwase (13,266 Punkte) und knapp vor der Kanadierin Nikita Thdodat (13,133 Punkte). Im zweiten Teil der Gerätfinals ging es für Luna Zimmermann nochmal an den Boden. Nach der Qualifikation zeigte sie sich von ihrer Leistung überrascht und wollte in erster Linie den Wettkampf genießen und eine schöne Übung turnen. Das gelang der Heidelbergerin auch, jedoch musste sie bei ihrer letzten Akrobahn einmal raustreten. Vom Kampfgericht erhielt sie 12,066 Punkte und beendete den Wettkampf auf Rang fünf. Mit 13,033 Zählern ging die Goldmedaille an die Australierin Madelyn Fazio. Silber erturnte sich Nikita Thdodat (12,600 Punkte) und Bronze ging an die Österreicherin Larissa Szanwald (12,433 Punkte).


Am Pauschenpferd ging Nikita Prohorov (TuS Witten-Stockum 1945) mit guten Aussichten in das Finale, qualifizierte er sich schließlich auf Position drei für den Endkampf. Leicht angeschlagen erzielte der EYOF-Gewinner einen geteilten vierten Platz mit dem Amerikaner Jason Hao (13,233). Die Konkurrenz war mit D-Werten von bis zu 5,8 an diesem Tag mit deutlich schwierigen Übungen als der Wahlstuttgarter (D-Wert: 4,5) am Start, was bei den engen Wertungen ausschlaggebend war. Gold ging an den Ukrainer Volodymyr Golovin (14,033 Punkte), Silber mit 13,566 Punkten an Artyom Kovalyov (KAZ) und Bronze an den Chinesen Houcheng Long (13,366 Zähler).


Nach zum Teil schwierigen Wettkämpfen, konnten sich das Turn-Team sowohl im Junioren- als auch im Seniorenbereich über einen erfolgreichen letzten Tag bei den Gerätfinals freuen. Im kommenden Jahr können sich Turnbegeisterte auf die 42. Auflage des DTB Pokals freuen. Dieser findet vom 11. bis zum 14. März 2027 statt.


Schwieriger Wettkampf für Frauen-Team


Sechster Platz in der Team Challenge und Müller im Balkenfinale

Am Freitagabend (20.03.2026) erturnten die Frauen in der Team Challenge mit Janoah Müller (TSG Haßloch), Lara Baumgartl (Tus Chemnitz-Altendorf) und Alyia-Jolie Funk (KTV Detmold) den sechsten Platz mit 142,929 Punkten. Die einzige deutsche Finalteilnahme für Sonntag sicherte sich Janoah Müller am Schwebebalken. Nachdem Yonca Özgül (Berliner Turnerschaft) verletzungsbedingt ausgefallen war und gar nicht erst nach Stuttgart angereist ist, stürzte beim Einturnen Frederika Suhl (Berliner TSC) vom Stufenbarren und konnte ebenfalls nicht am Wettkampfgeschehen teilnehmen. 


Ohne mögliche Streichwertung startete das Trio am Sprung gut in die Team Challenge. Janoah Müller turnte ihren Yurchenko mit ganzer Schraube fest in den Stand (12,933 Punkte). Auch Baumgartel (11,666 Punkte) und Funk (12,933 Punkte) landeten ihre Sprünge sauber. Den einzigen Platz in einem Gerätfinale erturnte sich Janoah Müller mit 12,066 Punkten am Schwebebalken. Die Schülerin kam sauber durch ihre Übung und stand ihren Doppelsalto Abgang einwandfrei. Am Stufenbarren sowie am Boden unterliefen dem jungen Team letzten Endes zu viele Fehler, um sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen. 

„Ich bin stolz darauf, wie die Mädchen diese schwierige Situation angenommen und gekämpft haben. Es war definitiv nicht einfach heute, aber dennoch gibt es unterm Strich noch viel Luft nach oben“, sagte Cheftrainer Gerben Wiersma.


Die Team Challenge konnten die Kanadierinnen mit 156,927 Zählern vor den Französinnen (152,263 Punkte) und den Australierinnen (148,864 Punkte).


Bodenfinale für Timo Eder


Fünfter Platz in der Team Challenge


Aufgrund der Verkehrslage eröffneten am Donnerstagabend (19.03.2026) die Männer des deutschen Turn-Teams um Timo Eder (MTV Ludwigsburg), Milan Hosseini (TG Böckingen), Nils Dunkel, Nick Klessing (beide SV Halle) und Alexander Kunz (TuS Pfuhl 1894) mit einer Stunde Verspätung den DTB Pokal mit der Team Challenge. In der Stuttgarter Porsche-Arena belegten die Deutschen am späten Abend den fünften Platz (236,250 Punkte). Gold ging an die USA (246,850 Punkte), Silber an Japan (243, 900 Punkte) und Bronze an Italien mit 243,150 Punkten. 


Vor allem Timo Eder überzeugte an diesem Abend mit seinem Auftritt am Boden. „Timo hat heute generell einen guten Wettkampf gezeigt, auch wenn er am Pferd einmal runter gegangen ist. Er hat am Boden und Pferd jeweils neue Übungen geturnt“, zeigte sich Cheftrainer Jens Milbradt zufrieden. Eder kam als einziger der vier Turner fehlerfrei durch seine Bodenübung. Mit der zweitbesten Wertung von 13,850 Punkten hat er damit sehr gute Aussichten für das Bodenfinale am Sonntag. 


Bodenspezialist Milan Hosseini feierte an seinem Paradegerät nach seiner langen Verletzungspause sein Comeback. Ein wahres Heimspiel für den Sportsoldaten, der seit Dezember 2025 auch am Bundesstützpunkt Stuttgart trainiert. Dem Stuttgarter Publikum präsentierte Hosseini eine insgesamt saubere Übung, bei der er lediglich in der letzten Bahn raustreten musste (13,050 Punkte). Am Pauschenpferd konnten die Männer drei Wertungen ohne Sturz für die Teamwertung verbuchen. Dabei wusste vor allem Nils Dunkel an seinem Lieblingsgerät zu überzeugen. Mit 13,900 Punkten erzielte er die höchste deutsche Wertung und landete auf dem elften Platz. „Wir haben heute auch große Übungen verturnt, was uns Punkte gekostet hat“, sagte Milbradt und verwies damit auf den Sturz von Eder am Pferd und Nick Klessing an den Ringen. Der Hallenser konnte seinen dreifachen Salto rückwärts gehockt leider nicht stehen. Am Sprung zeigten die Schützlinge von Milbradt eine souveräne Leistung, während am Barren erneut Lokalmatador Timo Eder mit einer Wertung von 13,600 aufwartete. Der Jüngste im Team erzielte, wie Dunkel am Pauschenpferd, Rang elf und damit die beste deutsche Platzierung an diesem Gerät. Zum Abschluss konnte sich das Stuttgarter Publikum noch über Flugshow der Deutschen am Reck freuen. 


„Ich glaube als Team war das heute eine sehr wichtige Standortbestimmung. Es hat uns gezeigt, dass einige schon sehr gut im Wettkampfprozess drin sind und andere noch nach Verletzungen noch ein paar Probleme haben. Aber wir wissen woran wir in der kommenden Zeit zu arbeiten haben und was unsere Aufgabe in den nächsten Monaten sein wird“, resümierte Milbradt die Leistung der Mannschaft. 


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