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Erfolgreiche Deutsche Meisterschaften für das Hallenser-Trio

Titelverteidiger Lukas Dauser siegt erneut im Mehrkampf

Mehrkampf_Podium
© Minkusimages

Lukas Dauser (TSV Unterhaching), welcher gemeinsam mit Nick Klessing und Nils Dunkel im DTB-Turntentrum in Halle trainiert, verteidigt erfolgreich seinen Titel bei den Deutschen Meisterschaften im Mehrkampf in Berlin. Nach einem wie er sagte "holprigen Start" am Boden und an den Ringen, legte der Olympia-Zweite am Barren in Tokio den Grundstein für seinen Sieg an seinem Paradegerät. Trotz leichter Unsicherheiten in seiner hochwertigen Übung (6,60), reichte es dort auch für die beste Wertung. Am letzten Gerät, dem Reck, zeigte er eine gute Übung und ließ sich den Sieg mit 81,850 Punkten nicht mehr nehmen. "Ich wollte in Hinblick auf die EM unbedingt die schwere Übung am Barren probieren. Insgesamt habe ich es geschafft, die Ruhe zu behalten und bin daher überglücklich, dass es am Ende wieder für die Titelverteidigung gereicht hat."


Auf den weiteren Medaillenplätzen blieb es bis zur letzten Rotation sehr spannend. Mit seiner letzten Übung am Boden konnte sich Philipp Herder (SC Berlin), der sich am Barren mit 14,250 Punkten nur Lukas Dauser geschlagen geben musste und einen sehr stabilen Wettkampf zeigte, mit insgesamt 80,600 Punkten noch an Glenn Trebing (TK Hannover) auf Platz zwei vorbeischieben.


Marcel Nguyen (TSV Unterhachingen) erwischte nach langer Verletzungspause keinen optimalen Tag, konnte sich aber mit 13,800 Punkten als Erster für das Ringe-Finale am Sonntag qualifizieren. "Es war ein schwieriger Wettkampf heute. Ich wollte schwere Übungen ausprobieren, aber es hat leider nicht so geklappt. Mein Ziel ist es, mich für die EM zu empfehlen und dort erfolgreich mit dem Team zu turnen."

Nick Klessing (SV Halle), der bei den Deutschen Meisterschaften 2021 noch Gold an den Ringen holte, konnte auf Grund von Schulterbeschwerden nicht in seiner Paradedisziplin antreten. Er sicherte sich jedoch mit Tagesbestwerten den Einzug in die Gerätefinals am Boden und Sprung.


Nils Dunkel vom SV Halle zeigte am Pauschenpferd eine hervorragende Übung und qualifizierte sich damit als Erster für das Gerätfinale am Samstag. Am Reck erzielte Lucas Kochan (SC Cottbus Turnen) mit 14,000 Punkten den Tageshöchstwert.


Los ging es am Samstag, den 25. Juni 2022, in der Berliner Max-Schmeling-Halle mit dem Finale der Männer am Boden. Der erste Starter des Tages, Milan Hosseini von der TG Böckingen, turnte eine starke Übung mit dem höchsten Ausgangswert des Finals und bekam mit 14,266 Punkte direkt eine Top-Wertung, die im Wettkampfverlauf niemand mehr übertreffen sollte.

Boden-Podium
© Minkusimages

Nick Klessing (SV Halle), der in Berlin bereits 2019 deutscher Vizemeister am Boden wurde und als Punktbester in das Finale am Boden einzog, wiederholte mit 13,700 Punkten seinen Erfolg von damals. Sichtlich zufrieden mit seiner Übung zeigte sich auch Leonard Prügel (SC Cottbus), der sich mit 13,600 Punkten den dritten Platz sicherte.


Überraschendes Pauschenpferd-Finale

Pauschenpferd-Podium
© Minkusimages

Pascal Brendel vom KTV Wetzlar ist neuer Deutscher Meister am Pauschenpferd. Der Youngster und Deutsche Jugendmeister am Pauschenpferd in 2019 zeigte eine starke schwere Übung und setzte sich mit 13,500 Punkten gegen die erfahrende Konkurrenz durch. Die Silbermedaille sicherte sich der Favorit und Deutsche Meister am Pauschenpferd der vergangenen drei Jahre Nils Dunkel (SV Halle; 13,066 Punkte). Obwohl er während einer Flanke vom Gerät absteigen musste und ursprünglich auf dem dritten Platz geführt wurde, schob er sich nach einer Korrektur der D-Note von Philipp Herder (13,000 Punkte) an dem Lokalmatador vom SC Berlin vorbei.


Zum Abschluss der Deutschen Meisterschaften 2022 wurden am Sonntagnachmittag (26.06.2022) in der Berliner Max-Schmeling-Halle vor ca. 1800 Zuschauern die letzten Titel im Gerätturnen der Männer und Frauen vergeben.

Nick Klessing am Sprung
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Den Beginn machten die Männer mit dem Sprung-Finale, bei dem es eng zuging. Im gesamten Feld entpuppte sich der zweite Sprung als der entscheidende, bei dem einige Turner Nerven zeigten. Mit zwei sehr guten Sprüngen (14,700 Punkte und 14,000 Punkte) zeigte Nick Klessing (SV Halle) die meiste Konstanz und holte sich den Deutschen Meistertitel. Zweiter wurde der Titelverteidiger von 2021 Leonard Prügel vom SC Cottbus mit insgesamt 13,949 Punkten. Dem Geburtstagskind des Tages, Dario Sissakis (SC Berlin), missglückte zwar vor heimischem Publikum bei seinem zweiten Sprung die Landung, dennoch konnte er sich mit insgesamt 13,916 Punkten mit der Bronzemedaille beschenken.

Sprung-Podium
© Minkusimages

Philipp Herder wird Deutscher Meister vor Heimpublikum


Dass im Turnen alles passieren kann, zeigte sich am Sonntag im Barren-Finale bei den Männern. In der Qualifikation noch Punktbester, musste Mehrkampf-Meister Lukas Dauser (TSV Unterhaching) sich nach einigen Unsicherheiten in der Übung und einer nicht gestandenen Landung mit Rang vier zufriedengeben. Nach seinen beiden zweiten Plätzen bei den Deutschen Meisterschaften 2019 und 2021 turnte sich Philipp Herder vom SC Berlin diesmal mit 14,266 Punkten an die Spitze. Knapper Zweiter wurde, nach Bronze im Mehrkampf, Glenn Trebing (TK Hannover). Dieser freute sich nach seiner super und in den Stand geturnten Übung (14,200 Punkte) sichtlich und zeigte damit seine gute Entwicklung in den letzten Jahren. Bronze ging mit 13,733 Punkten an den erfahrenen Andreas Toba (TK Hannover), der sich mit einer technisch sehr sauberen Übung im Finale präsentierte.


Quellen:





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